Leave Your Message

Arbeit neu denken: Unser Maker-Modell – Auftakt

09.05.2026

Gestern haben wir einen echten Meilenstein erreicht. Wir haben nicht einfach nur ein weiteres internes Meeting abgehalten – wir haben unser Maker-Modell (Chuangke-Modell) offiziell eingeführt. Es ging nicht um neue Slogans. Es ging darum, die DNA unserer Arbeitsweise, unseres Denkens und unseres Wachstums grundlegend zu verändern.

Die Philosophie ist einfach und doch radikal: Der Mensch ist der Zweck, nicht das Mittel.

Diese eine Idee stellt nahezu alles infrage, wofür die traditionelle Unternehmenskultur steht. Viel zu lange wurden Mitarbeiter als Ressourcen behandelt, als Rädchen in einer Maschine, die nur Quartalsergebnisse liefern soll. Das lehnen wir ab.

Maker Mode Launch Meeting (1).jpg

Wir wandeln uns zu einem plattformbasierten Unternehmen.

Das bedeutet, dass die Führungsebene nicht mehr an der Spitze sitzt und alles aus der Ferne kontrolliert. Stattdessen wird das Unternehmen zu einer unterstützenden Plattform – die Werkzeuge, Ressourcen, Anleitungen und Unterstützung bereitstellt –, während der eigentliche Antrieb, die Kreativität und die Entscheidungsgewalt dort liegen, wo die Arbeit tatsächlich stattfindet.

Wir machen aus Abteilungen Kleinstunternehmen.

Jedes Team wird zu einer eigenverantwortlichen, autonomen Einheit – mit eigener Mini-Gewinn- und Verlustrechnung, eigener Agilität und eigenem Verantwortungsgefühl. Schluss mit dem Warten auf Genehmigungen von drei Hierarchieebenen. Schluss mit „Das ist nicht meine Aufgabe“. Wenn ein Team wie ein eigenständiges Unternehmen agiert, steigt die Reaktionsfähigkeit enorm und die Verantwortung wird persönlich.

Wir machen aus jedem Mitarbeiter einen Macher (Chuangke).

Ein Macher ist nicht einfach nur jemand, der Anweisungen befolgt. Ein Macher ist ein Problemlöser, ein Schöpfer, ein Mini-CEO in seiner Rolle. Wenn Menschen die Freiheit haben, zu experimentieren, zu scheitern, zu lernen und etwas zu erschaffen – ohne Angst –, verhalten sie sich nicht mehr wie Angestellte, sondern wie Partner.

Diese Neuausrichtung ist nicht nach innen gerichtet. Es geht vielmehr darum, die Beziehungen zu unseren Partnern zu verbessern und unsere Kunden besser zu betreuen. Wenn unsere Teams Verantwortung übernehmen, hören sie den Partnern naturgemäß genauer zu, reagieren schneller und liefern echten Mehrwert – nicht nur Ergebnisse.

Die gestrige Auftaktveranstaltung war elektrisierend. Die Teams präsentierten erste Experimente: eine Abteilung, die ihre Arbeitsabläufe nach dem Lean-Startup-Prinzip umstrukturierte; eine funktionsübergreifende Gruppe, die ein Projekt wie ein internes Vorhaben behandelte; Kollegen aus der Basis, die Systemänderungen vorschlugen, für die normalerweise monatelange Genehmigungen von oben erforderlich wären. Das alles war keine Theorie – es wurde bereits umgesetzt.

Natürlich wissen wir, dass ein solches Modell schwierig ist. Es erfordert Vertrauen, Transparenz und die Bereitschaft loszulassen – sowohl von der Führungsebene als auch von den Teams. Wir sind jedoch überzeugt, dass es nicht nur ethisch vertretbar ist, Menschen als Zweck an sich und nicht als Mittel zum Zweck zu behandeln, sondern dass dies auch der schnellste Weg zu Innovation ist.

Wir stehen erst am Anfang. Aber gestern haben wir den ersten wirklichen Schritt in Richtung einer Zukunft unternommen, in der Arbeit von Machern für Menschen gestaltet wird – sowohl innerhalb als auch außerhalb unseres Unternehmens.

Auf den Aufbau, nicht nur auf die Verwaltung!